Pressetexte

»Der große Atem«

 

Das Bachensemble Freiburg interpretierte Motetten. Drei schwergewichtige Barockmotetten brachte das Konzert des Kammerchores des Bachensembles Freiburg in der Auferstehungskirche Littenweiler. Die Leitung hatte Christian Drengk. Tags zuvor war dasselbe Programm in Sulzburg zu hören gewesen. Beeindruckend sind die Ausdauer und der lange musikalische Atem, mit dem der Chor die hohen Anforderungen der Werke stemmte. In "Unser Leben ist ein Schatten" von Johann Bach überzeugt die in Tempo und Gestik flüssige Gestaltung, der runde, harmonische Gesamtklang. Mit nicht endender Geduld und Disziplin findet der Chor seinen Weg durch die hochkomplexen Verästelungen von "Jesu, meine Freude" des Leipziger Thomaskantors Johann Sebastian Bach, dem berühmteren Großneffen des Vorgenannten. Dass dabei auch Finessen wie beispielsweise die tonmalerischen Ausgestaltungen der Choralstrophen musikalisch klare Kontur gewinnen – etwa die heftigen Einwürfe beim Text "Weg mit allen Schätzen" –, ist hocherfreulich. Den Abschluss bildet "Befiehl Du Deine Wege" von Johann Christoph Altnikol, dem Schüler und Schwiegersohn Johann Sebastians. Auch hier ist die Chorleistung sehr solide, zur Seite tritt dem Ensemble ein klangschönes Solistenquartett mit Lotte Kortenhaus (Sopran), Johanna Rademacher (Alt), Thomas Kiechle (Tenor) und Mateo Peñaloza Cecconi (Bass). Den Basso continuo versehen Martin Schmeding (Orgel) und Fran Petrač (Kontrabass) – ersterer ist auch mit diversen Orgelwerken Bachs zu hören sowie mit dem Agnus Dei aus Krzysztof Pendereckis Polnischem Requiem, das in nüchternen, düsteren Farben, stimmungsmäßig geschlossen daherkommt.

 

aus der Badischen Zeitung vom 02.04.2014

aus der Thüringischen Landeszeitung vom 23.08.2012

»Christian Drengk, jong talent«

 

24 juli 2012 Christian Drengk, 24 jaar, als prijswinnaar van het Michael Tariverdiev Orgelconcours in Kaliningrad Rusland uitgenodigd door de Orgelkring Roermond, liet ons alle facetten van het orgel in de Caroluskapel horen. Muziek van Georg Muffat, Johann Sebastian Bach en Felix Mendelssohn was puur luistergenot. De verrassing van de avond was "Harmonies" van György Ligeti. Een werk met veel harmoniën in alle klankschakeringen die mogelijk waren. Ongetwijfeld staat er een glansrijke carrière te wachten voor dit jonge talent.

 

www.orgelkringroermond.nl vom 25.07.2012

Konzentrierte Probenarbeit im Senatssaal: Christian Drengk (rechts beim Klavier) gibt den Takt vor. Foto: Ingo Schneider

»Das Kyrie klemmt noch ein bisschen«

 

Die 80 Sängerinnen und Sänger des Uni-Chors proben mit dem neuen Chorleiter Christian Drengk fürs Semesterabschlusskonzert.



"Könnt ihr das vornehmer sprechen?" fragt Chorleiter Christian Drengk, "Kiefer runter. So!" Die rund 80 Sängerinnen und Sänger vom Freiburger Uni-Chor können erstaunlich vornehm und nasal ein "Remember" piano, ganz leise, in den Senatssaal hauchen. Es ist Dienstagabend, die Probe vor dem großen Ereignis: Am Freitagabend nämlich tritt der große gemischte Chor zum Semesterabschlusskonzert in der Universitätskirche auf. Bei der letzten Probe geht's folglich noch einmal im Affenzahn quer durchs gesamte Programm. Erst in diesem Semester hat der 23-jährige Musiker Christian Drengk die Chorleitung übernommen, das Programm stand da schon fest: "Man plant immer so zwei Jahre voraus." Englische geistliche Chormusik vom 16. bis ins 20. Jahrhundert, von Byrd bis Britten. (...)

Daran arbeiten sie an diesem Probenabend konzentriert. Beim "Agnus dei" verpasst der Sopran einen schwierigen Einsatz, Christian Drengk springt auf: "Guckt nach vorne, nicht stur in die Noten! Da kommt doch gleich wieder ’ne Ausfahrt, wenn ihr eine verpasst, ich zeig’s euch doch!" Nicken, blättern, nochmal singen. "Na also, das war jetzt wirklich sehr schön mit den Einsätzen!" Schwierige Harmonien und komplizierte Einsätze: Chorleiter und Pianist Johannes Lang helfen den Singenden gut durch die seit November einstudierten Passagen. (...) Für Geduld ist an diesem Abend jedoch keine Zeit. Das "Kyrie" klemmt noch ein bisschen – "den Ton hört ihr dann von der Orgel!" – und die "s"-Absprachen im "Sanctus" sitzen nicht sicher. "Macht das in Achteln", rät Drengk, "und das ,s‘ dann auf dem offbeat." Der Alt hat seine "s" gut im Griff, der Sopran findet auch die vertracktesten Töne, die Männerstimmen werden im Tenor von zwei Frauen gestützt und geben dem Gesang die sonore Farbe. Tutti und freudvoll: Das "Gloria" – und ganz rund und vornehm das "Remember". Nach zwei Stunden verabschiedet der Chorleiter seinen Chor munter: "Ihr werdet das ganz wunderbar hinkriegen am Freitag."

 

 

aus der Badischen Zeitung vom 02.02.2012

»Kritik in Kürze«

 

Mit einem englischen Programm wartete der Freiburger Uni-Chor zu seinem Wintersemester-Abschlusskonzert in der Freiburger Universitätskirche auf – und mit neuem Leiter: Christian Drengk hat den Posten von Kirsten Galm übernommen. Drengk, der an der Freiburger Musikhochschule studiert, seinem Lebenslauf zufolge auf musikalischem Gebiet aber schon ein alter Hase ist, trat mit unauffälligem, aber sicherem Dirigat auf, führte den Chor zu soliden, interpretatorisch mitunter sehr eingängigen Darstellungen. Ruhig flossen die Werke älterer Meister wie Thomas Tallis und William Byrd, während zwei Anthems von Henry Purcell schon mehr Unruhe brachten – ähnlich wie die "Missa Brevis" von Benjamin Britten, wohl eines der anspruchsvollsten Werke des Abends. Das Stück, das ausschließlich mit Frauenstimmen zu realisieren war (die ohnehin zahlenmäßig das Übergewicht hatten), erwies sich als haklig – namentlich mit den geforderten Spitzentönen. Doch blieb die Darbietung als ganze erfreulich stabil. Hervorragend gelangen die spätromantischen Stücke von Charles Wood und Edward Elgar. Dessen "Ave verum corpus" bestach mit warmem, rundem Gesamtklang und dynamischer Gestaltung. Gleiches gilt von den stilistisch ähnlichen, klanglich überzeugend gestalteten Orgelstücken von Elgar und anderen, die Johannes Lang darbot. Er und ein Trompetentrio aus Musikhochschul-Studierenden (Elisabeth Strake, Maximiliane Jehle, David Mandel) setzten mit Bearbeitungen von Ouvertüren Purcells akustische Glanzlichter. 

 

aus der Badischen Zeitung vom 05.02.2012

Chor und Solisten ergänzten sich perfekt bei der Aufführung von Rossinis „Petite Messe Solennelle“ in der Kirche St. Gallus.

»Eine Messe, die so klein gar nicht ist«

 

Die Johanneskantorei Merzhausen begeisterte mit Rossinis »Petite Messe Solennelle«.



(...) Die Johanneskantorei, bestehend aus 55 Sängerinnen und Sängern beider Konfessionen, hatte sich zusammen mit den Solisten und musikalischen Begleitern viel vorgenommen, wurde aber der selbstgestellten Aufgabe glänzend gerecht. (...) Einstudiert hatte sie Ruben Viertel, der diesmal, allerdings nach weit fortgeschrittener Probenarbeit, aus gesundheitlichen Gründen das Dirigat hatte abgeben müssen und die Aufführung als Zuhörer erlebte. Er konnte zufrieden sein: An seiner Statt dirigierte Christian Drengk, mit der Einstudierung bestens vertraut, da bei den Proben als Pianist von Anbeginn dabei. (...)

In der Merzhauser Version erwiesen sich das Klavier (Leonore Gäbel) und das Harmonium (Johannes Lang) als ungewöhnliche, aber harmonisch aufeinander abgestimmte Begleiter. Die jungen, frischen Stimmen der Gesangssolisten setzten die Intention des Meisters kongenial um. Einzeln oder im Quartett schwelgten Lena Laferi, Sopran, Carolin Neukamm, Alt, Christoph Waltle, Tenor, und Torsten Meyer, Bariton, in den zuweilen äußerst opernverdächtigen Sätzen, die mit den Teilen Kyrie eleison, Gloria, Credo, Sactus und Agnus Dei zwar dem festgelegten Muster folgen, sich aber manchen Ausreißer in die pure Unterhaltung erlauben.

Da wird das »Amen« zu einem wohligen Seufzer, da klingt das »Miserere nobis (erbarme dich unser)« alles andere als demütige Bitte um Vergebung, da gerät der Wechselgesang mit dem Chor - bewundernswert präzise in Diktion und Intonation - zur fest szenischen Darbietung. Bewundernswert auch das Durchhaltevermögen der Damen und Herren, die eineinhalb Stunden lang ohne Unterbrechung und stehend höchste Präsenz zeigten. (...) 

 

aus der Badischen Zeitung vom 01.12.2011

Foto: I.Schneider



»Auf der Bühne sind viele Wunderkinder unterwegs«

 

BZ-INTERVIEWmit dem Littenweiler Kantor Christian Drengk: »Es ist sehr blauäugig, nur auf eine Pianistenlaufbahn zu bauen«.

 

Der 22-jährige Christian Drengk ist leitender Kirchenmusiker in Littenweiler. Nächste Woche führt er Werke von Händel für Chor und Orgel auf. Niklas Rudolph spricht mit ihm über Studentenjobs und unrealisierte Projekte.

 

BZ: Herr Drengk, was ist der erste Punkt auf Ihrer Liste »Unrealisierte Projekte«?

 

Christian Drengk: Ein schöner Urlaub auf Mauritius. Musikalisch gesehen wäre es wohl eine Aufführung des »Deutschen Requiems« von Brahms. Voraussetzung dafür ist allerdings eine entsprechend große Kirchenmusikerstelle mit genügend Musikern und dem nötigen Kleingeld.

 

BZ: Sie studieren Klavier und Kirchenmusik an der Hochschule für Musik in Freiburg. Kann man denn mit so einem Abschluss überhaupt Geld verdienen?

 

Drengk: In Deutschland schon. Auf der Konzertbühne sind viele Wunderkinder unterwegs, gegen die man sich behaupten muss. Daher ist es sehr blauäugig, nur auf eine Pianistenlaufbahn zu bauen. Kirchenmusik bietet in Deutschland eine gute Plattform für Berufsmusiker. Insbesondere in der Evangelischen Kirche gibt es viele Stellen an kleinen und mittelgroßen Kirchengemeinden, an denen sich nicht viel, aber durchaus Geld verdienen lässt. Allerdings ist die Freude an der Musik der wichtigere Grund, warum ich Kirchenmusik studiere.

 

BZ: Ist Kantor ein typischer Studentenjob? Was sind Ihre Aufgaben?

 

Drengk: Im eigentlichen Sinne ist ein Kantor nur jemand, der mit und für die Gemeinde singt. Dazu zählt für mich das Singen der Liturgie im Gottesdienst, aber auch die Leitung der wöchentlichen Chorproben. Viele meiner Kommilitonen haben Orgelstellen, Kantoren sind aber tatsächlich eher die Ausnahme. Ich habe hier Möglichkeiten, die sich ansonsten nur Kirchenmusikern mit abgeschlossenem Studium bieten.

 

BZ: Als vielfach ausgezeichneter Preisträger und studierender Kirchenmusiker haben Sie einen anderen Zugang zur Musik als viele Ihrer Zuhörer. Können diese Ihre Musik immer nachvollziehen?

Drengk: An meinen Stücken arbeite ich manchmal monatelang, manchmal ein Jahr. Da baut sich natürlich eine persönliche Beziehung zu dem Werk auf. Diese Weite können Zuhörer beim erstmaligen Hören schwer erfassen. Als Rückmeldung kommt aber dennoch ein »Schön!« oder »Es hat mich bewegt! «. In meinen Konzerten sitzen häufig Menschen, die selbst keine Musiker sind: Physiker oder Lehrer zum Beispiel. Allerdings sind es genau diese Leute, die mir zeigen, was Musik noch sein kann, abseits von Technik und Virtuosität.

 

BZ: Am Wochenende führen Sie mit Ihrem Chor Musik von Händel auf. Was ist das Besondere an dieser Musik?

 

Drengk: Händels »Judas Maccabäus« wird leider viel zu selten aufgeführt, dabei ist er in England besonders beliebt. Wir kennen hierzulande nur den zur Weihnachtszeit beliebten Choral »Tochter Zion«. In Händels Oratorium wird er vom Volk Israel gesungen, das den aus der Schlacht zurückkehrenden Judas Maccabäus willkommen heißt. Das Besondere an Händels Musik ist ihre Schwerelosigkeit. Sie ist leichter zu singen, zu spielen und zu hören als etwa Bach, dessen Musik ja häufig als sehr durchkonstruiert empfunden wird.

 

Das Konzert »Rejoice, oh Judah! « beginnt am Sonntag, 17. Juli, um 18 Uhr in der Auferstehungskirche, Kapplerstraße 25. Karten gibt es an der Abendkasse für 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Für Kinder bis 12 Jahre ist der Eintritt frei.

 

 

aus der Badischen Zeitung vom 12.07.2011

aus der Rhein-Neckar-Zeitung vom 11.07.2011
Christian Drengk zeigte, dass es durchaus vielversprechenden Nachwuchs an der Orgel gibt und ließ aufhorchen.

»Musikalischer Sturm und Drang«

 

Am Samstag fand das bereits dritte Konzert der Sommer-Reihe 'Orgelspiel in Rapperswil 2008' statt, zu dem der gerade 19-jährigen europäische Preisträger Christian Drengk Meilensteine der Orgelliteratur zum Besten gab.



Angenehm kühl war die katholische Stadtpfarrkirche Rapperswil am Samstagnachmittag, 5. Juli. Doch war dies nicht nur wegen der Temperaturen ein angenehmer Ort zum Verweilen, sondern vor allem wegen der musikalischen Genüsse. Denn erfrischend war auch, was es in einer breiten Mischung aus der Geschichte der Orgelmusik zu hören gab.  

 

Von beschwingt bis dramatisch
Ein junger Mann aus Deutschland setzte sich in der Rapperswiler Stadtpfarrkirche an die Orgel und bezauberte seine Zuhörerschaft mit Abwechslung, Dynamik und Enthusiasmus unter dem treffenden Titel 'Preisgekrönter Sturm und Drang – Orgel im jugendlichen Überschwang'. Christian Drengk zeigte, dass es durchaus viel versprechenden Nachwuchs an der Orgel gibt und ließ aufhorchen.                  
Angefangen beim leicht beschwingt anmutende Präludium in C-Dur von Johann Sebastian Bach versetzten die musikalischen Schwingungen in heiter gelassene Stimmung. Weiter ging es mit barocken Klängen vom Lübecker Altmeisters Dietrich Buxtehude, die mit ihrem Tempo und Stimmungswechsel wie eine erzählte Geschichte daher kamen, bevor Drengk mit Werken von Louis Vierne und César Franck die französische Romantik heraufbeschwor. Mal enorm kraftvoll, dann wieder träumerisch. Das grosse Finale bestritt er mit Franz Liszts Fantasie und Fuge über den Namen BACH, welche sphärische Klänge wie in einer Traumwelt mit fast aggressiv anmutenden Sequenzen verbanden.  

Vorbereitung für die grosse Prüfung      

Der aus Weimar stammende Christian Drengk erhielt schon als Zehnjähriger Orgelunterricht bei seinem Vater und gewann trotz seiner Jugend bereits diverse Preise und Wettbewerbe. In den Jahren 2004 und 2005 erhielt er das 'Stipendium für musikalisch hochbegabte Kinder und Jugendliche' des Freistaates Thüringen und studierte unter anderem bei Prof. Michael Kapsner an der Hochschule für Musik 'Franz Liszt' in Weimar. Im September 2007 belegte er beim '7. Europäischen Orgelwettbewerb' in Ljubljana den ersten Platz und wurde als bester Teilnehmer aller Altersklassen ausgezeichnet.  

Für Drengk war das Konzert in Rapperswil gleichzeitig eine Vorbereitung auf einen nächsten wichtigen Termin in seiner Laufbahn: In wenigen Tagen wird er seine Aufnahmeprüfung an der Staatlichen Hochschule für Musik Freiburg bei Prof. Martin Schmeding absolvieren. Als zweites Hauptfach möchte er hier Klavier studieren und damit das Instrument weiter pflegen, das ihn durch seine Mutter als Fünfjähriger zur Musik gebracht hat. Die Orgel aber, so erzählt er, soll weiter sein erstes Standbein sein, wie sie es seit 2005 bereits ist. Begeistert zeigte sich der junge Musiker, der privat auch gerne Jazz hört, von der Orgel in der Rappersiler Stadtpfarrkirche. „Es war eine Freude, an dieser Orgel zu spielen“ bekundete er gegenüber Frank Mehlfeld, der als hauptverantwortlicher Kirchenmusiker die Nachfolge von Martin Hobi antreten und am 6. September seinen Einstand geben wird. Und diesen darf man bereits mit Spannung erwarten, steht das Konzert doch auch unter dem vielversprechenden Titel 'Carte blanche – Orgel in Erwartung'.

Das Konzert am Samstagnachmittag jedenfalls war voller abwechslungsreicher Gegensätzlichkeit, wunderbar dargeboten durch einen jungen Mann, der bewies dass er die lauten genauso wie die leisen Töne beherrschte und Dramatik, Freude und Romantik auszudrücken versteht. Die Zuhörerinnen und Zuhörer dürften sich daher allesamt sicher gewesen sein, dass Drengk seine Aufnahmeprüfung bestehen wird. 

 

Nadine Rydzyk, linth24.ch vom 07.07.2008

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